Tinie Zacher ist eine Sängerin und Schauspielerin, mit der ich
oft bei Musiktheater- und Soloprogrammen arbeite. Bei den 2006
Gandersheimer Domfestspielen spielte sie Adele in "Die
Fledermaus" sowie auch Columbia in "The Rocky Horror
Show". Sie ist zudem am Ende der Spielzeit
mit dem Roswitha-Ring ausgezeichnet worden. Der Zuschauerpreis wird
jährlich an eine Schauspielerin des Festspielensembles vergeben, die
sich herausragender Leistungen verdient gemacht hat. Der Preis ist auch
eine Erinnerung an die erste deutsche Dichterin, Roswitha von
Gandersheim.
Sommer 2005 spielte sie Madame Dindon in "Ein Käfig voller Narren" sowie auch die weibliche Hauptpartie in "Mozart in Manhattan". Das Bild hier zeigt eine Szene zusammen mit Peter Anger als Lorenzo Da Ponte, wo beide über die wahre Ursache von Mozarts Tod rätseln.
Auf diese Uraufführung gab es viel Resonanz in der Presse. Die 'Northeimer Neueste Nachrichten' meint: "Mozart in Manhattan" erzählt die Geschichte von Lorenzo daPonte, dem Librettisten Mozarts. Nach rauschenden Erfolgen in Wien, politischen Umschwüngen und Mozarts Tod ist Da Ponte in New York gestrandet. Dort rüttelt die junge Maria seine Erinnerung an den genialen Komponisten wach und weckt den Wunsch, die Musik aus dem Alten Europa in der Neuen Welt aufzuführen - Mozart in Manhattan eben. Als wäre dies nicht schon Handlung genug, mischen die Autoren noch die Suche nach Marias Vater, die Entdeckung der Zahlen der Glückseligkeit und die Frage, wie Mozart zu Tode kam, in den Krimi.
... "Dass dies nicht ermüdend wirkt, ist vor allem der Stimme und dem darstellerischen Talent Christin Zachers zu danken. Sie riss die Zuschauer mit ihrer entzückenden, verspielt-schelmischen Maria mit."
Ähnlich kommentierte Michael Rieper bei 'Musicalzentrale.de' : "Insbesondere Christin Zachers glasklarer Sopran ist ein wahrer Genuss."
2005 spielte sie Papagena in der neuen
"Zauberflöte"-Produktion. Das Bild links zeigt den Anfang des 'Pa
- pa - pa'-Duetts mit Papageno im Finale des 2. Akts. Das
'Gandersheimer Kreisblatt' hob ihren "anmutig klaren Sopran" hervor.
In der Spielzeit 2002/2003 gastierte sie am Saarländischen Staatstheater Fantine in Kurt Josef Schildknechts Inszenierung von "Les Misérables".
Als Musicaldarstellerin trat sie auch bisher auf im Theater des Westens Berlin, Deutschen Theater München, Hansa Theater Berlin, sowie auch bei den Sommerspielen im Schwäbisch Hall (Cover für die Rolle der "Roxanne" Cyrano) und Bad Gandersheim.
Während des Saarbrücker Engagements trat sie in einer musikalischen Handlungsrevue "Inspired by Gershwin" im Theater Arnual auf. Ein Schiffsbruch-Drama mit wetterbedingtem Aufenthalt in einem skurillen Luxushotel - ala Rossinis "Reise nach Reims" - wurde mit Hilfe von zwanzig Gershwin-Songs gespielt und erzählt.
Unsere Zusammenarbeit bei Soloprogrammen begann 1998 mit
Benefizvorstellungen in Washington, DC und setzte sich mit einer Reihe
in der Amerikanischen Gedenkbibliothek in Berlin fort. Programme mit
Marlene Dietrich-Schwerpunkte im Berliner Goethe Institut und
Tertianum folgten.
Tinie Zachers Song-Repertoire umfasst französiche Chansons, UFA-Klassiker, Jazz-Standards, bis hin zu moderne Broadway Melodien und Pop-Balladen. Sie tritt mit verschiedenen Besetzungen auf: im Hansa-Theater und im Theater des Westens-Foyer leihte das Akkordeon von Heiner Frauendorf eine französische Note, beim sommerlichen Jazzprogramm im Brunnenhof von Bad Gandersheim musizierten Sebastian Seifert auf der Flöte und Daniel Speer am Bass mit. Zusammen mit Heiner, Daniel und mir - "The Berlin Syncopators" - präsentierte sie Ende des vorigen Jahres ein grosses Silvesterprogramm im wiedereröffneten Phönix Theater Wittenberg.
Tinie Zacher tritt auch immer öfters mit Orchester auf: August 2006 präsentierte sie Songs aus Musical und Film in der Freilichtbühne Wattenscheid mit dem LPO NRW.
2004 war sie Solistin beim Konzert "Vom Alexanderplatz zum Broadway" im Konzerthaus Dortmund in Mai 2004, es spielte das Deutsche Filmorchester Babelsberg.
Hierzu kommentierte die 'Westfälische Rundschau' : "Zachers Stimme wächst mit dem Temperament, in dramatischen Höhen wirde sie stark und strahlend." Sie sang 'Wäre das nicht wundaschön?', 'Es grünt so grün' und 'Ich hätt' getanzt heut' nacht' aus "My Fair Lady, 'If I loved you' aus "Carousel", 'Ich bin eine arme Verwandte' aus Kurt Weills "Der Silbersee", UFA-Schlager ' Liebling, mein Herz läßt dich grüßen' und 'Ich bin von Kopf bis Fuss auf Liebe eingestellt', 'Over the Rainbow' aus "Zauberer von Oz' und 'Nur ein Blick' aus Webbers "Sunset Boulevard".
Monate zuvor war sie Solistin in der Philharmonie München mit dem Pilsener Rundfunkorchester bei "Latin Classix" auf. Aus Xavier Montsalvatges "Cinque canciones negras" sang sie 'Cuba dentro de un piano', 'Punto de Habanera' und Canción de cuna para dormir a un negrito' .
Um ihre aktuelle CD "Sehnsucht" zu bestellen und um direkt künftige Events von Tinie Zacher zu erfahren:
Foto credits: Klaus Baqué (oben links, unten), Marcus Klimek (mitte rechts)